Weblog-Archiv für 30. März 2008

h1

Killefit des Tages: Prenzlauer Jerks ?

März 30, 2008

War heute im Prenzlauer Berg und hatte mich eigentlich schon auf das mir eigene Prenzlberg-Gefühlsparadoxon gefreut. Das da lautet:
„Diese Prenzlauer Jerks, mit ihren Langponies und Heiner-Müller-Brillen, ihren Röhrenscheißdreckjeansindenensieauch-imgegensatzzumir-gutaussehen, wie sie blasiert und achsokreativ durch die Kastanienalle relaxen (normales gehen ist zu spießig) oder im fortgeschritten Stadium ihre frisch geworfenen Pauls und Antons und Oskars (hihi, Opanamen sind sooooo hippp und retro) in sportiven und sündhaft teuren Baggys durch die Gegend schippern oder sich von ihrem hübschen Freund den prallen, mir das Sonnenlicht nehmenden Babybauch streicheln lassen.“

meets

„Aber schön is hier schon.“

Sozialneid, Jugendtrauma (nie die Coolste auf dem Schulhof) und ein bisschen entspannt-erwachsene Rationalität. Hat heute nicht so funktioniert. War auf dem Flohmarkt am Mauerpark, wo meine Schwester alte Klamotten von sich und einer Freundin und mir vertickte. Auf dem Flohmarkt mischen sich die Prenzlauer Jerks mit Zugereisten. Außerdem sind sie hier quasi undercover, weil nicht in ihrem favorisierten Aggregatzustand zu bewundern (Latte-Machiato-Laptop-Front-Row-Szene-Café. Das ist ein Klischee. Was nicht heißt, dass es nicht der Realität entspricht). Schade. Vielleicht mal wieder an einem Samstag in der Kastanienalle bummeln gehen. Und dann ausgiebig hassen. Und dann eine Berliner Weiße im Szenecafé bestellen. Oder besser: Ein Kännchen entkoffeinierten Kaffee. Und dann zurück nach Neukölln. Und dort eine Latte Machiato trinken. Irgendwann mal lernen, wie man Latte Macchiato schreibt. Und dann in den Prenzlauer Berg ziehen. Weil schön is es ja schon.