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Killefits und Lobenswerts der letzten Tage

April 29, 2008

So, bevor das Blog Spinnweben ansetzt… – ich wollte ja immer wieder zwischendurch was schreiben. Ehrlich. Was zu Heidis Meedchen. Aber irgendwie hatte ich da nichts zu zu sagen. Über die tolle ARD-liebt-die-Alten-Sendewoche-Reportage “Alt sein auf Probe”. Aber die scheint außer mir niemand gesehen zu haben, wenn man sich die Quoten mal anschaut. Über Pocher bei Zimmer frei. Habe ich aber auch nicht ganz geguckt. Über den wirklich guten Tatort vorgestern. Aber danach war ich zu müde und vollgefressen – wegen der Tüte Chips, die gestern ablief und die ich als Mindesthaltbarkeitsdatumsfanatiker im Wahn aufgefressen habe. Was für eine Lüge und welch Selbstbetrug: Essen schmeißt man nicht weg. Lieber jaulen auf der Wage. Über Mindesthaltbarkeitsfanatismus schreibe ich auf jeden Fall noch mal. Weil es so schön spießig ist. Und über die Definition von “spießig” sein und warum es manchmal hip ist und warum es deswegen dann wieder keinen Spaß mehr macht spießig zu sein. Aujau, darüber schreibe ich auf jeden Fall noch mal. Irgendwann. Die Tage. Über das Phänomen des “rechts vor links” schreibe ich hier jetzt mal kurz. Das begegnet mir letztens häufiger auf Schleichwegen durch Berlin. Ist die Vorfahrt nicht per Schild geregelt, stehen sich die Auto- und Radfahrer gegenüber wie die Mäuschen vor der Schlange.  (Über die Redewendung “Wo ist die Omnibusladung, die es interessiert?”, mit der mich letztens jemand entzückte, wollte ich eigentlich auch schreiben – aber: Wo ist die Omnibusladung, die es interessiert?) Und schreiben wollte ich über: Die erfreuliche Ablösung der Röhrenjeans durch die Schlaghose, über die netten Spätkaufbetreiber um die Ecke, über einen Vergleich verschiedener Obdachlosenmagazine, über den Frühling, über Besuche in der Provinz, über die Diktatur der Selbstverwirklichung, über diese blöde Angewohnheit sich immer zuviel vorzunehmen und dann gelahmt dadurch zu sein, dass man es nicht alles verwirklichen kann/ möchte/ tausend-anderen-killefit-macht. – Gut, Letzteres im Vorangegangenen irgendwie auch implizit. – Da halte ich mich an eine einzelne Feststellung:

Warum habe ich mir das “Curtains”-Album nicht schon vor einem Jahr gekauft oder vor zwei Jahren oder drei oder vier, als es noch ca. 10 € kostete.  Manchmal ist verschoben eben doch aufgehoben – oder zumindest teurer.

Demnächst dann mehr. Ehrlich. Ganz bestimmt.

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