Archiv für die Kategorie ‘Kino’

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Schlüppi und Thrombosestrümpfe

Februar 19, 2009

Berlinale intensiv – das hatte ich mir dieses Jahr fest vorgenommen. Ausgerüstet mit der prall gefüllten Kulturkasse (Mamas Geburtstagsgeschenk) und ohne Vollzeitbeschäftigung standen die Chancen gut. Dass es dann letztlich ein Schnupperwochenende und ein tatsächlich intensives Wochenende wurde, lag am Grippevirus und am spontanen Aufbruch zur Wohnungssuche in Hamburg. Das Ergebnis in Kürze:

Einem Sozialwohnungsbaby wachsen Flügel („Ricky“)

Eine koreanische Familie sucht ihren Autor („Members of the funeral“)

Kurzfilme wollen die Welt besser machen („Berlinale Shorts V“)

Ein japanischer Schlüppi-Knippser findet seine Jungfrau Maria („Ai no mukidashi – LoveExposure“)

Ein traniges US-Epilepsie-Girl verliebt sich in ihren besten Freund und wir schlafen dabei ein („The exploding girl“)

A-Promis vor Bluescreens suchen eine Mörder („Rage“)

… und zu guter Letzt zieht ein bestens gelaunter Versager mit seiner verklemmten Ex-Freundin durch Seoul um seine Schulden an sie zu begleichen („My dear enemy“).

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Rosarot und tendenziell lobenswert

Mai 28, 2008

… ist „Sex and the City – The Movie“. Das Cinestar im Sony Center hatte zur Ladies Night Preview geladen, eine östrogenwabernde Masse Möchtegern-Carries flutete die Kinohallen und auch ich hatte dank der frühzeitigen Geistesgegenwärtigkeit meiner Schwester ein Ticket ergattert und die Schuhe aus meiner bescheidenden Sammlung angeschnallt, die Manolo Blahniks am nächsten kommen. Wenig erwartet hatte ich, keine Kritik vorab gelesen, angemessen geunkt – und bin nun tatsächlich ziemlich angetan. Hat Riesenspaß gemacht – und das kann man von nicht so vielen Filmen behaupten. Der Kultfaktor wurde angemessen bedient, rosarote Romantik urbanen Phänotyps wurde vergnüglich verknüpft mit einer Prise Saucyness (jenseits des Programmschemas durften nun auch mal Hüllen fallen) und ein paar klugen Flirts mit der Bodenhaftung – und das alles natürlich in sagenhaft (teuren) Schuhe und fantastischen Outfits. Mädels, freut Euch auf die Brautmodenschau. Die bricht sogar den Heiratsunwilligsten von uns das Rückrad! Kim Cattrall durfte am Ende wieder die echte Samantha werden, 7 Kilo zunehmen und 50 werden. Und Sarah Jessica Parker zeigte uns ihr ungeschminktes Morgengesicht (auch so ein Flirt mit der Bodenhaftung), gab ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass man spätestens mit Mitte 30 mal anfangen sollte zu essen – und sah ansonsten natürlich fabulous aus. Mich hat der Filmauf jeden Fall sehr mit dem, meiner Ansicht nach, ordentlich misslungenem Abschluss der Serie versöhnt. In welcher Szene, verrate ich ein andermal. Guckt es Euch erst mal selbst an.